LeipJAZZig-Herbst 2019 - IRDISCHES VERGNÜGEN IN G und ZWITSCHERMASCHINE

Schille - Theater

08. November 2019 20:00 Uhr

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IRDISCHES VERGNÜGEN IN G

Die vier Leipziger Künstler widmen sich im neuen Projekt "Irdisches Vergnügen in G" der Verschmelzung der einzigartigen Lyrik Peter Rühmkorfs mit improvisierter und komponierter Musik. Rühmkorf, der 2008 verstarb und in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, trug oft selbst seine Gedichte vor, auch in Zusammenarbeit mit namhaften Jazzmusikern. Seine Lyrik weist einen rhythmischen Fluss auf, der förmlich nach solch einer Verbindung beider Genres ruft. Eine Auswahl an Rühmkorfs umsichtigen und zeitkritischen Gedichten - reich an Witz und Ironie - sind in diesem Projekt das literarische Gerüst, um das vielfarbige Klänge gebaut werden, alles in der Absicht, Einblicke in ein neu entstandenes Bauwerk zu geben.

Das Schaffen Rühmkorfs wird mit folgenden Worten treffend beschrieben:

"...Was die kritischen Arbeiten fordern, versuchte er mit Gedichten einzulösen. Seine Sprache kommt der Artistik nahe: vieldeutiges Sprachspiel, Wortwitz, verblüffende Reime, Gedankenakrobatik, überraschende Bilder. ... Er wird als 'artistischer Volkssänger', 'witziger Aufklärer', 'subversiver Sprachvirtuose' bezeichnet, der uns heutige 'aufgeklärte Märchen' erzählt. Er zeigte, was Dichtung heute sein kann: ein utopischer Raum, in dem freier geatmet, inniger empfunden, radikaler gedacht und dennoch zusammenhängender gefühlt werden kann als in der sogenannten wirklichen Welt". Quelle: Wikipedia.

 

Jörg Maaß – Stimme

Jörg Leistner – Piano, Komposition

Thomas Moritz – Kontrabass, Sounds

Wolfram Dix – Schlagzeug, Perkussion

 

Fotos: Jörg Singer, Christian Enger

 

nach der Pause, ca. 21 Uhr:

ZWITSCHERMASCHINE

"Zwitschermaschine" ist ein Septett in ungewöhnlicher Besetzung: zwei Querflöten, Saxophon, Posaune, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Der Sound der Band ist ein Kolorit aus Ambient, Psychedelic, Jazz und Neuer Musik. Die "Zwitschermaschine" atmet den Forschungsgeist der Neuen Musik und wird bewegt durch das kommunikative Miteinander ihrer Musiker.

Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles ist der Saxophonist und Klarinettist

Mark Weschenfelder. Er wurde 1982 in Neuhaus am Rennweg geboren und studierte Musik und Komposition an der Hochschule für Musik in Dresden, wo er von 2014 bis 2016 auch sein Meisterschülerstudium u.a. bei Prof. Günter "Baby" Sommer absolvierte. Neben diversen Stipendien wurde ihm 2013 der Förderpreis der Jazzmeile Thüringen "Thüringer Jazz-Entdeckungen" zugesprochen.

Die Transformation von Sprache in Musik mittels des international gültigen Morsealphabets ist die Basis, welche den Kompositionen für "Zwitschermaschine" zugrunde liegt. Mark Weschenfelder hat ein System erdacht, mit welchem er Wörter in Musiksysteme übertragen kann. Um dieses ambitionierte Projekt umzusetzen, arbeitet er mit sechs außergewöhnlichen Musikern zusammen, die in ihrer individuellen künstlerischen Arbeit die Genregrenzen zwischen Jazz,  Free Jazz, Neuer Musik, Metal und Punk überwinden.

Das Debütalbum der Band wird in der ersten Jahreshälfte 2019 bei "WhyPlayJazz"

erscheinen, einem der gefragtesten Labels der deutschen Jazz- und Avantgarde-Musik-Szene.

 

Mark Weschenfelder – Altsaxophon, Klarinette, Komposition

Paul Berberich – Flöte, Altsaxophon

Vincent Bababoutilabo – Flöte, Altflöte

Adrian Kleinlosen – Posaune

Joachim Wespel – Gitarre

Andris Meinig – Kontrabass

Florian Lauer – Schlagzeug 


Location

Schille - Theater
Otto-Schill-Straße
04109 Leipzig

Veranstalter

LeipJAZZig
Zum Alten Wasserwerk 8
04316 Leipzig
Tel. 0341 2610330
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